Diese Seiten sind veraltet. Wir sind umgezogen. Unsere aktuellen Internetseiten hier hier: http://falken-sachsen.de

Spiel, Spaß und Erholung

Ballspiel im KidsCamp 2006
KidsCamp 2006

Wir organisieren unsere „Falken-KidsCamp“ genannten Sommerferienlager seit nunmehr zehn Jahren. Wir wollen damit vor allem den Kindern und Jugendlichen ein aufregendes und erholsames Sommerferienlager ermöglichen. Im KidsCamp sollen sie Kraft tanken und sich vom Schul- und Alltagsstress erholen können. Bei einem abwechslungsreichen Programmangebot wird „Langeweile“ zu einem Fremdwort.

Darüber hinaus sind uns aber auch andere pädagogische Anliegen wichtig, die im Folgenden beschrieben werden.

Demokratie und Kinderrechte leben

Vollversammlung im KidsCamp 2008
Eine von den Kindern selbst organisierte Vollversammlung im KidsCamp 2008

Wir wollen, dass die Kinder im KidsCamp Demokratie leben und sie als etwas Sinnvolles erfahren können. Dazu haben wir ein Modell der „Campdemokratie“ entwickelt, das wir gemeinsam mit den Kindern ausgestalten.

Jeden Abend findet beispielsweise die Vollversammlung statt, bei der Kinder und Jugendliche, Helferinnen und Helfer gemeinsam entscheiden. In der von einzelnen Gruppen organisierten Vollversammlung wird das Programm des nächsten Tages beschlossen. Die Jungen und Mädchen können dabei eigene Aktivitäten organisieren oder aus einem von den Helferinnen und Helfern vorbereiteten Programm wählen. Somit kann zum Beispiel beschlossen werden, dass am nächsten Tag eine Nachtwanderung, eine Disco und/oder ein Fotoworkshop stattfindet.

Die einzelnen Gruppen entscheiden ebenfalls gemeinsam (und im Unterschied zur Vollversammlung im Konsens) über gemeinsame Unternehmungen. Im Teilnahmebeitrag ist ein Anteil von fünf Euro pro Kind für die Gruppenkasse enthalten – wofür dieses Geld ausgegeben wird, entscheidet ebenfalls die Gruppe gemeinsam.

Die Medien waren in der Vergangenheit von unserem Demokratiemodell begeistert und haben darüber berichtet. Hier ein paar Beispiele:

Eigenverantwortlich handeln

Gruppenkochen
Gruppenkochen im KidsCamp 2008

Gestaltungsfreiraum verlangt auch die Fähigkeit, eigenverantwortlich zu handeln. Wir wollen viele Möglichkeiten zur Selbstorganisation geben – insbesondere die Elemente der Selbstverwaltung und Mitbestimmung sollen den Kindern erfolgreiche, positive Erfahrungen mitgeben. So haben die Kinder die Möglichkeit über das Budget fürs Programm zu entscheiden, z.B. für Ausflüge oder eine Disko. Selbstverständlich helfen wir ihnen dabei – so bereiten wir ein Reisebüro vor, das Ausflüge anbietet, unter denen die Kinder und Jugendlichen wählen können.

Die Kinder und Jugendlichen und die Helferinnen und Helfer bekommen nicht einfach ihr Essen wie selbstverständlich vom Kochteam zubereitet, sondern alle dürfen mal mit anpacken. Frühstück und Mittagessen werden abwechselnd von jeweils einer Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Kochteam bereitgestellt. Die Auswahl eines gesunden Essens, Einkauf und Zubereitung werden von den Kindern möglichst selbstständig organisiert, ihre Helfer/innen und das Kochteam stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Das Essen ist fertig
Die kleinste Gruppe hat im KidsCamp 2008 das Frühstück fertig und trägt gemeinsam mit dem Kochteam alles ins Essenszelt.

Außerdem übernehmen die Kinder beispielsweise die Redaktionsleitung bei der Lagerzeitung, und sie bestimmen, was die Theatergruppe einstudiert.

Eine besondere Chance Verantwortung zu übernehmen, bietet der Genossenschaftskiosk mit dem Kindercafe, das von den Kindern selbst organisiert wird. Die Kinder haben den Hut auf und können gemeinsam entscheiden, was für das vorhandene Geld eingekauft wird, wer es wann zu welchem Preis verkauft und vieles anderes mehr. Selbstverständlich erhalten die Kinder bei allem Unterstützung von den Helferinnen und Helfern. In diesem Rahmen können sie sich ausprobieren, Spaß haben, Fehler machen und daraus lernen.

Lagerbank

Genossenschaftskiosk im KidsCamp 2008
Der Genossenschaftskiosk im KidsCamp 2008 war ein voller Erfolg – und von den Kinder fast ganz alleine organisiert.

Die Kinder können ihr Taschengeld in die Lagerbank einzahlen, die jeden Morgen geöffnet hat. Damit ist ihr Geld zum einen sicher verwahrt. Zum anderen wollen wir die Kinder dabei unterstützen, den Umgang mit Geld zu erlernen. Sie bekommen bei der Lagerbank ein Konto und erhalten bei jeder Einzahlung und Abhebung eine kostenlose „Anlageberatung“. Seit 2008 können die Kinder im Genossenschaftskiosk bargeldlos zahlen – das Geld wird von ihrem Konto bei der Lagerbank eingezogen. Mit unserer Pädagogik sind wir also in den Zeiten von SMS-Abos angekommen. ;-)

Individualität Raum geben

Haare tönen im KidsCamp 2006
Haare tönen im KidsCamp 2006

Spiel, Spaß und gemeinsames Miteinander sind hier fest gekoppelt mit Individualität und dem Respekt gegenüber anderen. So verschieden die Kinder im Camp sind, so vielseitig ist auch das kreative Angebot der Tagesgestaltung: Es besteht die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Neigungsgruppen, Workshops, Thementagen, Gruppenspielen und Ausflügen zu wählen.

Konstruktiv Konflikte lösen

Wespe im KidsCamp 2006
OK, zugegeben: Manchmal ist es schwierig, konstruktiv zu sein. (Wespe zum Frühstück im KidsCamp 2006)

Natürlich gehören zum Miteinander im KidsCamp gelegentlich auch kleinere und größere Konflikte dazu. Es ist unser Ziel, einen konstruktiven, friedlichen Umgang mit Konflikten zu ermöglichen. Um Streitigkeiten, die das gesamte Camp betreffen, kümmert sich das Schiedsgericht. Aus jeder Gruppe und von den Helferinnen und Helfern sitzt eine Person im Schiedsgericht, das über ein Problem berät und gemeinsam eine Lösung entwickelt. Denn in jeder Auseinandersetzung steckt auch die Chance, etwas Neues zu lernen.

Hoher Betreuungsschlüssel

gute Betreuung im Falken-KidsCamp 2008
Eine gute Betreuung braucht Zeit (nehmen wir uns) und Motivation (haben wir!).

Um all diese Grundsätze und Möglichkeiten realisieren zu können, unterscheidet sich auch die Betreuungssituation von anderen Ferienlagern: Zum einem sind wir Helferinnen und Helfer pädagogisch geschult und organisieren das KidsCamp im Vorfeld gemeinschaftlich. Dazu finden mehrere Ausbildungs- und Vorbereitungsseminare für die Helferinnen und Helfer sowie ein Vortreffen mit den Kindern statt.

Zum anderen ermöglicht das ehrenamtliche, unbezahlte Engagement aller Helferinnen und Helfer einen großzügigen Betreuungsschlüssel von mindestens zwei Betreuerinnen und Betreuern pro Gruppe von jeweils acht (bei den Kleineren) bis zwölf (bei den Größeren) Kindern sowie zusätzlichen Helferinnen und Helfern, die für allgemeinere Aufgaben zuständig sind, und drei Helfern und Helferinnen für die Küche.

Insgesamt können so 60 Kinder am KidsCamp teilnehmen.

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