Das war das FASS 2009

FASS 2009

Bereits zum vierten Mal fand im Dezember 2009 das FASS statt, ein sachsenweites Schüler_innen-Forum gegen Rassismus, organisiert von den Falken Sachsen und vom NDC (Netzwerk für Demokratie und Courage).

An einem verschneiten Dezembersamstag trafen sich ca. 100 Jugendliche am Marie-Curie-Gymnasium in Dresden. Einige von ihnen hatten einen ziemlich weiten Anreiseweg und waren dementsprechend durchgefroren. Doch heiße Getränke, die heitere Begrüßung der Tagesmoderation und ein Blick auf das Programm schafften dem schnell Abhilfe.

Nach einem kurzen Kennenlernen im Plenum ging’s mit einem Erfahrungsaustausch über Alltagsrassismus in zwölf Kleingruppen los. Moderiert wurde dies von Initiativen, Vereinen und Personen aus Sachsen, die selbst Antira-Arbeit machen, z.B. der RAA Sachsen, dem Landtagsabgeordneten Henning Homann, dem „Roten Sommercamp“ der Falken Sachsen, dem Netzwerk für Demokratie und Courage, dem Treibhaus Döbeln, den Projekten „Schule ohne Rassismus“ und „Endstation Rechts“.


Während der Mittagspause mit leckerem vegetarisch/veganen Buffet der Vokü Cartonage aus Dresden gab es noch Zeit, um durch ausgelegtes Informationsmaterial zu stöbern und für spontane Fragen.

Am Nachmittag wurden folgende Workshops angeboten:

  • „Grenzen überwinden“ (ein Workshop zu Flucht, Migration und Rassismus)
  • Codes und Styles von Nazis
  • Alltagsrassismus und Medien
  • Nazis in Parlamenten
  • Sexismus und Homophobie in Jugendkulturen
  • Nazistrukturen in Sachsen
  • Ein Theaterworkshop zu Diskriminierung

Die Workshops waren interaktiv gestaltet, damit Wissen nicht isoliert vermittelt wird, sondern an Probleme in unserem Lebensalltag anknüpft. Fragen wie „Tragen auch Nazis Palitücher?“ und „Welche Geschäfte gehören NPD-Mitgliedern?“ wurden diskutiert, Zitate von Politiker_innen auf Rassismen analysiert und eine Asylsuchende aus Dresden berichtete eindrucksvoll von ihrem Spießrutenlauf durch deutsche Ämter.

Nach der gemeinsamen Auswertung des Tages in der großen Gruppe war das FASS dann auch schon wieder vorbei – ein Tag voller Denkanstöße zu Rassismus und Diskriminierung und kreativen Handlungsmöglichkeiten dagegen.

„Alle Menschen sind Ausländer – fast überall. Alle Rassisten sind Arschlöcher – überall“

… mit diesem Zitat unterstrich ein Teilnehmender des FASS 2009 auf einer der Auswertungswände nochmal, warum Antirassismus-Arbeit so wichtig ist. Diskriminierung von Menschen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, mit dem sich jede_r auseinander setzen muss. Es gibt keine Schicht oder Region in Deutschland, die frei von rassistischen oder rechtsextremen Entwicklungen oder zumindest Tendenzen ist.

Was ist das FASS?

Das Forum Antirassistischer Schüler_innen in Sachsen (FASS) ist ein Projekt von Jugendlichen mit Jugendlichen. Seit 2006 findet es jährlich statt und wendet sich an alle, die sich mehr erfahren wollen zu Themen wie Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Migration, Antifaschismus und Homophobie und die gegen Rassismus aktiv werden wollen.

Viele Antira-Initiativen aus Sachsen sind beim FASS vor Ort, berichten über ihre Arbeit und zeigen Möglichkeiten auf, selbst aktiv zu werden.

In zahlreichen Workshops ist für jede_n was dabei, egal, ob ihr nur mal reinschnuppern wollt oder schon lange aktiv seid. Ziel ist es, das Bewusstsein aller für Vorurteile, Gruppendruck und rechte Meinungsmache zu schärfen und kreative Ansätze zu entwickeln, um Rassismus jeglicher Art im täglichen Umgang entgegenzutreten.

(ein bisschen ausführlicher)

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